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WR 25.01.2012: Zweckverband - Kein Bus für Hilchenbacher Frühaufsteher
Die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd (VWS) haben nach dem zum Januar-Fahrplanwechsel eher spontanen Aus für die derzeit wieder aufgenommene Frühverbindung nun bei der Bezirksregierung in aller Form die Streichung der Fahrt beantragt. Denn der Zweckverband Personennahverkehr (ZWS) wird den „Schienenergänzungsverkehr“ nicht länger bezahlen. „Das war klar, dass das keine Lösung auf Dauer wird“, sagt Geschäftsführer Günter Padt.
Um die zehn Fahrgäste haben sich bei Kyrillos Kaioglidis gemeldet, nachdem die Stadtverwaltung sich auf die öffentliche Suche nach Betroffenen gemacht hat (wir berichteten): Einer muss morgens um 5 in Kredenbach sein, ein anderer zu Schichtbeginn bei der Krombacher Brauerei, ein dritter bei einer Firma in Deuz. Für den ZWS wird der städtische Wirtschaftsförderer nun aufarbeiten, wer zu welcher Uhrzeit wo sein muss. Günter Padt: „Wir werden versuchen, eine Lösung zu finden“ – möglicherweise, indem auf einer anderen Linie eine andere Fahrt verschoben wird.
Fahrt
war Ersatz für verlegte Rothaarbahn
In die Pflicht geraten ist der ZWS durch eigenes Handeln, als er vor einem Jahr die 4.14-Uhr-Fahrt der Rothaarbahn ab Erndtebrück auf 5 Uhr verlegte – so, wie es der Betriebsrat der SMS Siemag in Dahlbruch vorgeschlagen hatte. „Das war ein Erfolg“, sagt Günter Padt. Um die 18 Fahrgäste fahren nun ab Erndtebrück mit, vorher war es in der Regel nur einer, und auch in Hilchenbach füllt sich der Zug weiter, der dort gegen 5.30 Uhr einläuft. Zu spät für die anderen, für die die zusätzliche Busfahrt eingelegt wurde. „Uns wurde gesagt, da fährt ein ganzer Bus mit“, erinnert Padt. Für nur fünf bis zehn Fahrgäste „rechnet sich das nicht“. 10 000 Euro pro Jahr kostet die Extrafahrt der R 11.



