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Siegener Zeitung 26.01.2012: Bahnübergänge in Hilchenbach - Blinklichter reichen nicht mehr
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Von Andre Jung
Veröffentlicht am 26-01-2012
 
js Hilchenbach. In Hilchenbach soll es schon bald keine unbeschrankten Bahnübergänge mehr geben. Das Zeitalter der unbeschrankten Bahnübergänge neigt sich dem Ende zu, bald gehen auch in Hilchenbach die letzten Blinklichter unter langem Sonnenschutz aus.

Die Deutsche Bahn plant schon seit einigen Jahren, den Übergang am Mühlenweg sowie die beiden Schienenkreuzungen der Sterzenbacher Straße auf den neuesten Stand zu bringen. Jetzt sollen die Pläne in die Realität umgesetzt werden.

Halbseitige Schranken

Zur Erhöhung der Sicherheit, so liest die zuständige DB Netz AG das Eisenbahnkreuzungsgesetz, müssen drei Bahnübergänge (BÜ) auf Hilchenbacher Gebiet aufgerüstet werden. Der BÜ "Mühlenweg" bekommt halbseitige Schranken und ein akustisches Warnsignal für Fußgänger, zudem werden die alten Blinklichter abgebaut und mit neuen Lichtzeichen ersetzt. Auch einen neuen Belag soll der Übergang bekommen. Das gleiche Prozedere erwartet den BÜ "Sterzenbacher Straße 1" neben der alten Leimfabrik. Der BÜ "Sterzenbacher Straße II" in Vormwald ist bereits mit Halbschranken ausgestattet. Hier sollen zusätzliche Lichtzeichen installiert werden. Auch ein neuer BÜ-Belag ist dort vorgesehen.

Gesamtkosten 390.000 Euro

Die Gesamtkosten werden auf knapp 390.000 Euro geschätzt. Ein Drittel davon entfällt auf die Stadt Hilchenbach,sprich: 130.000 Euro. Dieser Posten musste bereits in den Haushalt 2012 eingestellt werden. 75 Prozent davon könnten aber aus Fördertöpfen des Bundes abgedeckt werden. Ob die restliche Summe aber schon in diesem Jahr fällig sein wird, ist noch nicht ganz sicher. Baudezernent Michael Kleber äußerte im Stadtentwicklungsausschuss seine Zweifel daran, dass der von der Bahn gesteckte Zeitrahmen - Baustart April/Mai - auch eingehalten wird. Dennoch musste sich Kleber bereits jetzt die Zustimmung des Ausschusses einholen, um entsprechende Förderanträge auf den Weg zu bringen.

Absprache mit ansässiger Firma nötig

"Wohl oder übel" müsse der Ausschuss zustimmen, erklärte UWG-Mitglied Uwe Haberkamm, der sich dem einstimmigen Votum anschloss. Er machte aber auf die besondere Problematik des BÜ "Mühlenweg" aufmerksam, der insbesondere als (Lkw-) Zufahrt der Firma Schrag genutzt wird und für deren Betriebsabläufe ausgesprochen wichtig ist. Für den Kantprofil-Hersteller müsse ein reibungsloser Lieferverkehr gewährleistet sein. Da mit einer mehrwöchigen Bauzeit zu rechnen sei, müsse unbedingt rechtzeitig eine Absprache zwischen den am Bau Beteiligten und der Firma Schrag stattfinden. "Uns ist die Brisanz bewusst", entgegnete Michael Kleber und stellte eine gemeinsame Suche nach einem optimalen Ablauf in Aussicht.