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Siegener Zeitung 24.07.2014: Kultureller Marktplatz - Kein Sponsoring für „Plan B“
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Von Andre Jung
Veröffentlicht am 24-07-2014
 

nja Hilchenbach. Die Sparkasse möchte die statische Sanierung des Gebäudes, in dem in Dahlbruch die Rothaarstuben untergebracht sind, nicht finanzieren. Das hat aber wohl auch mit der Zusammensetzung des Verwaltungsrates zu tun.


Rückschläge hat es in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder gegeben, wenn es um die Planung des Hilchenbacher Prestige-Objekts „Kultureller Marktplatz Dahlbruch“ ging. Und immer geht es dabei um die Finanzen. Nicht zuletzt das Abrutschen der Kommune in den Nothaushalt lässt die Träume eigentlich platzen. Nun erreichte die SZ-Redaktion die Neuigkeit, der Verwaltungsrat der Stadtsparkasse Hilchenbach habe am Donnerstag vergangener Woche gewissermaßen den Sponsoren-Geldhahn zugedreht. Bei Stimmen-Patt, so war in Erfahrung zu bringen, wurde eine Förderung des sogenannten „Plan B“ abgelehnt.

Zur Erinnerung: Dieser sieht bzw. sah bislang auch bei einem Scheitern des Projekts „Kultureller Marktplatz“ zumindest die (statische) Sanierung des Gebäudes vor, in dem die Dahlbrucher Hallenbad-Gaststätte „Rothaarstuben“ untergebracht ist (die Siegener Zeitung berichtete ausführlich). Die Sparkasse sei nicht dafür zuständig, öffentliche Gebäude zu sanieren, so wurde nach SZ-Information im Verwaltungsrat sinngemäß argumentiert; die Hilchenbacher Vereine seien auf die Sponsorengelder angewiesen. Und: Besagter „Plan B“ sei nun mal nicht gleichzusetzen mit dem Projekt „Kultureller Marktplatz“, das ja offensichtlich „gestorben“ sei. Außerdem lägen gar keine Informationen vor, wie dieser Plan überhaupt konkret aussehe.

Der Architektenwettbewerb für die Gestaltung des Kulturellen Marktplatzes ist bekanntlich beendet, die Stadt Hilchenbach befindet sich aber im Nothaushalt. Er habe den Verwaltungsrat in jener Sitzung in der vergangenen Woche über den aktuellen Stand der Dinge in Kenntnis gesetzt – dass angesichts der finanziellen Situation der Kommune nun besagter „Plan B“ greife, dass also zumindest am Gebäude, in dem sich die „Rothaarstuben“ befinden, mit Blick auf die Statik getan werden solle, was getan werden müsse. Das erklärte Hilchenbachs Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab, zugleich Vorsitzender des Verwaltungsrats der Stadtsparkasse, auf SZ-Anfrage. Daraufhin hat der Verwaltungsrat (bei Stimmen-Patt) es jedoch abgelehnt, Sponsorengelder für diese Maßnahme zur Verfügung zu stellen. Die Rede ist hier offenbar von einem sechsstelligen Betrag.

Was nun, wollte die SZ vom Rathauschef wissen. „Es bleibt ein Rest-Optimismus“, erklärte Hasenstab. Die Bauexperten im Rathaus arbeiteten zurzeit an den konkreten Planungen für die Sanierung. Lägen die genauen Zahlen für ein neues Dach und die verbesserte Statik vor, so hoffe er auf ein Umdenken. Das scheint auch nicht ganz ausgeschlossen zu sein. Von Seiten der CDU wurde nämlich insbesondere moniert, dass dem Verwaltungsrat und auch den politischen Gremien Hilchenbachs gar keine Details des „Plan B“ vorlägen. „Wir können ja schlecht die Katze im Sack kaufen“, äußerte sich CDU-Fraktionsvorsitzender André Jung auf SZ-Anfrage kritisch.

Er gehört dem Verwaltungsrat zwar nicht an – er war es jedoch, der im Juni in der konstituierenden Sitzung des Hilchenbacher Rates beantragt hatte, sogleich auch über die neue personelle Zusammensetzung des Sparkassen-Verwaltungsrats abzustimmen. Bürgermeister Hasenstab hatte dies jedoch abgelehnt – mit dem Hinweis, es bestehe keine Eilbedürftigkeit, die eine entsprechende Erweiterung der Tagesordnung rechtfertige.

Nun steht diese Wahl wohl in der nächsten Ratssitzung am 27. August an. Und wenn man den Spatzen, die in Hilchenbach von vielen Dächern pfeifen, Gehör schenkt, so könnte der künftige Vorsitzende nach diesem Urnengang einen anderen Namen tragen als heute. Erster Stellvertreter von Hans-Peter Hasenstab ist in diesem Gremium zurzeit Dr. Werner Schäfer, CDU.