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WR 27.08.2015: SPD/CDU - Ein Pakt für Hilchenbachs Zukunft
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Von Andre Jung
Veröffentlicht am 27-08-2015
 
sw Hilchenbach. SPD und CDU haben im Vorfeld der Bürgermeisterwahl ein „gemeinsames Handlungsprogramm für die Zukunft unserer Stadt“ vorgelegt. „Es ist wichtig und vernünftig, dass die beiden großen Fraktionen zusammenarbeiten“, sagt SPD-Fraktionschef Helmut Kaufmann. „Der Bürgermeister kann über einen breiten Rückhalt verfügen“, sagt CDU-Fraktionschef André Jung – wenn er denn Sven Wengenroth heißt.

Der SPD-Kandidat legt Wert darauf, dass er 23 von 40 Stadtverordneten hinter sich weiß. „Das unterscheidet mich von Holger Menzel“, grenzt sich Wengenroth von dem parteilosen Mitbewerber ab. Die Zusammenarbeit, die die Parteien am Mittwoch symbolisch besiegelten, soll, unabhängig vom Wahlergebnis, fünf Jahre halten.

Rückkehr der Hauptschule

Hilchenbach als prosperierende Stadt – das ist der Entwurf, der offenkundig hinter den auf vier Seiten eher allgemein zusammengefassten Zielformulierungen steht. Die „Klimakommune“, so Stadtentwicklungsausschussvorsitzender Michael Stötzel, sei „schön und gut, bringt uns aber keinen Euro Gewerbesteuer mehr.“ Das Gegenkonzept des neuen Bündnisses: bessere Verkehrserschließung durch die Route 57, neue Gewerbegebiete, Bereitstellung von Bauland für junge Familien.

„Die Leute ziehen dahin, wo die Arbeitsplätze sind“, sagt stellvertretender Bürgermeister Olaf Kemper (CDU). Und selbst wenn nicht: Wenn die Verkehrsanbindung stimmt, pendeln Bürger auch bis Köln „und wohnen weiter gern in Hilchenbach“, sagt Michael Stötzel, „denn wir sind eine wunderschöne Stadt.“ Möglicherweise schon einen Vorgeschmack auf die neue Linie bekommen gerade die Initiatioren der KlimaWelten: Sie werben dafür, nicht mit den Bauunterhaltungskosten für die alte Stadtschule am Kirchweg belastet zu werden — weil sie die nicht tragen könnten. Der Hauptausschuss hat das Thema am Mittwoch in nicht öffentlicher Sitzung zunächst einmal von der Tagesordnung abgesetzt.

Als Bürgermeister aufwerten möchte Sven Wengenroth die Wirtschaftsförderung in einer direkt ihm zugeordneten Stabsstelle: „Das ist uns ganz wichtig.“ Entwickelt werden soll die für Ansiedlungen attraktive „Marke Hilchenbach“, weiterer Arbeitsauftrag wird eine Kampagne gegen den Kaufkraftabfluss.

Der Erhalt einer „hochwertigen Schullandschaft“ steht ganz oben in einem weiteren Kapitel des Handlungsprogramms. Konkret setzen SPD und CDU auf eine neue Idee, die die Verwaltung dem Schulausschuss unterbreiten wird: die Angliederung eines Hauptschulzweiges an die Carl-Kraemer-Realschule. „Wirklich eine gute Sache“, findet Helmut Kaufmann, „wir haben sonst keine Alternative“. Denn die Realschule ist die letzte weiterführende Schule in städtischer Trägerschaft, die daher auch nicht ohne weiteres in eine noch engere Kooperation mit dem Gymnasium Stift Keppel geführt werden kann. Auf der anderen Seite werden derzeit Kinder, denen der Besuch der Hauptschule empfohlen wird, in eine für sie riskante Realschullaufbahn gezwungen.