Im Windrad Nummer 1 erläuterte zu Beginn Günter Pulte als Vertreter der Betreibergesellschaft RothaarWind GmbH & Co. KG die einzelnen Planungsschritte, die viele Jahre vor Baubeginn bereits begonnen hatten, sowie die einzelnen Baumaßnahmen der fünf Windkraftanlagen, die jeweils eine Gesamthöhe von 179,3 Meter haben. In seinen Ausführungen machte Günter Pulte deutlich, dass die Windkrafteinlagen rund 23,5 Mio. Kilowattstunden pro Jahr produzieren, was eine Versorgung von 6700 Haushalten entspricht. Darüber hinaus spart die Windkraft pro Jahr 21 000 Tonnen Kohlendioxyd ein. Das Gesamtfinanzvolumen des Projektes, an dem von insgesamt 88 Betreibern 29 aus Hilchenbach stammen, umfasst rund 15,48 Mio. Euro. Für die Stadt Hilchenbach kommen laut Günter Pulte in den nächsten Jahren Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 1,7 Mio. Euro zu Gute. Bürgermeisterkandidat Hans-Georg Ballbach fügte den bereits vorhandenen touristischen Wert des Windparks hinzu. Ein Indiz sei zum Beispiel der gut angenommene Windwanderweg entlang der fünf Anlagen. Im Anschluss an den sehr informativen Vortrag diskutierte Monika Brunert-Jetter mit den Waldgenossen über die Abwicklungen der Kyrill Schäden. Aufgrund des Orkans sind vielerorts Ausfälle für die nächsten zwei Generationen zu erwarten. Die von der Landesregierung NRW und der Europäischen Union bereitgestellten finanziellen Mittel sind unter anderem bereits in die Wiederherstellung von Straßen und Wegen geflossen, jedoch sind laut Monika Brunert-Jetter noch Mittel in den Töpfen vorhanden, die noch bis 2012 abgerufen werden können. Alle vertretenden Genossenschaften gaben an, dass ihr Holz bis auf den letzten Meter verkauft sei. Einig waren sich die Vertreter der Waldgenossenschaften, dass eine Novellierung des Forstschädenausgleichsgesetzes schnellstmöglich erfolgen muss, bevor der nächste Großschadensfall eintritt. Monika Brunert-Jetter versprach die Anregungen mit nach Düsseldorf zu nehmen und in den Arbeitsgruppen und Ausschüssen zu beraten.