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CDU Hilchenbach lud zur Besichtigung der heimischen Breitenbach Talsperre ein
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Von Andre Jung
Veröffentlicht am 4-11-2010
 

(03.11.2010) Hilchenbach. Auf Einladung des CDU Stadtverbands Hilchenbach konnten sich im September und Oktober interessierte Bürgerinnen und Bürger unserer Region über die Trinkwasserversorgung des Kreises Siegen-Wittgenstein an der Breitenbachtalsperre unter sachkundiger Führung von Herrn Gonzales, Mitarbeiter des Wasserverband Siegen-Wittgensteins, informieren.


So war bei einem Rundgang durch das Gebäude der Wasseraufbereitungsanlage oberhalb der Breitenbacher Staumauer zu erfahren, dass sich das hier entnommene Wasser durch Filtration und Bearbeitung bester Trinkwasserqualität erfreut, um die uns andere Regionen Deutschlands beneiden. An das Lebensmittel Trinkwasser werden hohe Anforderungen gestellt. Neben den Kontrollen, die der Wasserverband täglich selbst durchführt (ca. 10.000 Einzeluntersuchungen pro Jahr), untersucht der Gesetzgeber das Rohwasser regelmäßig auf über 30 Parameter und das Trinkwasser auf ca. 50 Parameter. Das kalkarme, weiche Wasser wird bis zum Endkunden kontrolliert, damit höchste Trinkwasserqualität gewährleistet werden kann. „Normale“ Getränkehersteller garantieren eine keimfreie Qualität bei Mineralwasser ohne Kohlesäure lediglich bis zur Abfüllung in Flaschen oder Kanistern. „Deshalb“, so Herr Gonzales, “ist es für mich immer wieder unverständlich, wie Menschen unserer Region viel Geld für Mineralwasser ausgeben, obwohl das Trinkwasser aus dem eigenen Wasserhahn allerbeste Qualität hat, häufig sogar eine wesentlich bessere Qualität als viele x-beliebige teure Mineralwasser.“

 

Herr Gonzales wies darauf hin, dass bei der geringen Härte des Wassers (Härtebereich I) die Verwendung von Wasserenthärtern im Verbandsgebiet unnötig sei. (z.B. bei Spülmaschinen, Kaffeevollautomaten etc.). Ein anderes Thema des Rundgangs war die Gewährleistung der Wasserversorgung unserer Region. Bei Stromausfall verfügt das Wasserwerk über einen Schiffsmotor, der die Energieversorgung aufrecht hält. So z.B. bei dem Orkan Kyrill, als die Bürgerinnen und Bürger nur zeitweise Strom im Haushalt hatten, die Wasserversorgung aber weiterhin reibungslos funktionierte. Sollte es einmal Probleme geben, ist ein Mitarbeiter im Notfall innerhalb von Minuten an Ort und Stelle, um eine stabile Wasserversorgung zu gewährleisten. Darüber hinaus ist es gut zu wissen, dass dem Wasserverband Siegen-Wittgenstein zur Wassergewinnung neben der Breitenbachtalsperre auch noch die Obernautalsperre und eine Reihe von Grundwassergewinnungsanlagen zur Verfügung stehen, so dass auch dieses Wasser in Hilchenbach und Umgebung im Notfall genutzt werden könnte. 

 

Begeistert und tief beeindruckt vom Aufwand der Trinkwasserversorgung für unsere Region zeigten sich die interessierten Bürgerinnen und Bürger, so dass ein zweiter Termin im Oktober vereinbart wurde, bei dem dann die Staumauer der Breitenbachtalsperre besucht und bestaunt werden konnte.