Programm

Lebens- und Wohnqualität

 

Der demographische Wandel wird auch unsere Stadt nachhaltig beeinflussen. Es gilt diesem Wandel frühzeitig Rechnung zu tragen. Dabei ist es ebenso notwendig ein seniorenfreundliches Umfeld zu schaffen, wie jungen Familien eine Perspektive zu bieten. Ein positives Zusammenleben der Generationen muss in allen gesellschaftlichen Bereichen, beispielsweise durch die Schaffung sog. Mehrgenerationenhäuser gefördert werden. Der Erhalt von Einkaufsmöglichkeiten vor Ort und die Sicherung der ärztlichen Nahversorgung runden auch zukünftig die hohe örtliche Wohn- und Lebensqualität ab.

 

 

Schulen und Kinderbetreuung

 

Unsere moderne Schullandschaft muss auch weiterhin beibehalten werden, um mit der bestehenden Vielfalt die optimale, individuelle Förderung unserer Kinder zu ermöglichen. Neben dem eigentlichen Lehrauftrag müssen sich die Lehrkräfte nach dem Wegfall der Hauptschulen nun vermehrt mit sozialen Problemen der Schüler befassen. Um den Kindern gerecht zu werden und die Lehrer insoweit zu entlasten, ist eine gesicherte Schulsozialarbeit mit entsprechenden Fachkräften notwendig. Es muss eine verlässliche, bezahlbare und flexible Kinderbetreuung gewährleistet werden.

 

 

Verkehrs- und Infrastruktur

 

Um die idyllische Lage unserer Stadt am Rande des Rothaargebirges werden wir sicherlich vielfach beneidet. Klar ist jedoch auch, dass diese Randlage eine gute Verkehrsanbindung zu den heimischen Wirtschaftszentren erforderlich macht. Nur mit ausreichenden Verkehrsanbindungen werden wir es in Zukunft unseren Bürgern ermöglichen können, einen Zugang zu den regionalen Arbeitsmärkten zu erhalten und den Zuzug von Bürgern zu fördern. Neben dem Erhalt und dem Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs ist die Schaffung einer Ortsumgehung mit einer Anbindung an die HTS zwingend notwendig. Nachdem der über viele Jahre favorisierte Weiterbau der A 4 durch bundes- und landespolitische Entscheidungen in erlebbarer Zeit nicht mehr umzusetzen ist, verbleibt nur die Alternative der Südumgehung in Form der Route 57. In ihrer konkreten Ausgestaltung sind die jetzt im Ansatz vorliegenden Planungen menschen- und umweltverträglich zu beeinflussen und die betroffenen Ortschaften möglichst zu schonen.

 

Die Instandsetzung und teilweise notwenige Erneuerung unserer Gemeindestraßen kann nur in enger Abstimmung zwischen den betroffenen Anliegern und der Verwaltung erfolgen, damit unser Straßen- und Wegenetz wieder in einem guten und zufriedenstellenden Zustand versetzt wird.

 

 

Haushalt und Steuern

 

Wie bei den meisten öffentlichen Haushalten ist auch die Finanzsituation unserer Stadt von großen Defiziten geprägt. Die bestehende Zins- und Kreditlast einerseits und die in Folge der gesetzlichen Rahmenbedingungen stetig steigenden Belastungen im sozialen Bereich andererseits, beschränken die finanziellen Gestaltungsmöglichkeiten drastisch. In Zukunft müssen daher die vorhandenen Mittel noch zielgerichteter und vor allem nachhaltiger eingesetzt werden. So muss bei der baulichen Sanierung und Instandhaltung ein Schwerpunkt auf die energetische Verbesserung gelegt werden, um die laufenden Kosten auch bei steigenden Energiepreisen gering zu halten.

 

Die Veräußerung von nicht notwendigen Gebäuden und Grundstücken muss effektiv betrieben werden, um weitere Einsparungen erzielen zu können. Die Erhöhung von Abgaben und Gebühren sollte kein Mittel darstellen, die Einnahmensituation der Stadt auf Kosten von Grundbesitzern zu verbessern, stattdessen bedarf es einer grundlegenden kommunalen Finanzreform, um die Haushalte der Städte- und Gemeinden langfristig zu konsolidieren.

 

Zudem gilt es die freiwilligen kommunalen Ausgaben einer kritischen Betrachtung zu unterziehen. Aktuell liegen die Hebesätze der Grundsteuer B und der Gewerbesteuer in Höhe der Vorgaben des Landes. Eine Belastung der Bürger und Unternehmen darüber hinaus lehnen wir ab.

 

 

Wirtschaftsförderung

 

Oberstes Ziel muss die Förderung und Erhaltung der heimischen Arbeitsplätze sein. Dazu müssen die bestehenden Industrie- und Gewerbeflächen weiterentwickelt und Hemmnisse für die Gewerbetreibenden abgebaut werden. Die Verwaltung der Stadt muss sich als Dienstleister für Bürger und Gewerbe verstehen, engen Kontakt zu den Unternehmen pflegen, die Bedürfnisse der heimischen Wirtschaft kennen und Hilfestellung bei der Bewältigung der zunehmenden bürokratischen Hindernisse leisten. Dazu muss selbstverständlich auch die Vermittlung von Fördermitteln unter Einbindung der höheren politischen Ebenen gehören.

 

Ebenso wie die klassische heimische Wirtschaft, bedarf auch der Tourismus der intensiven Förderung. Auch wenn der Tourismus sicherlich nicht die tragende Säule unserer Wirtschaft werden kann, so gilt es doch die brachliegenden Potentiale zu Nutzen und ein weiteres wirtschaftliches Standbein für unsere Stadt zu entwickeln. Mit der Lage unserer Stadt am Rothaarsteig ist die Basis für eine positive Entwicklung des Tourismus gegeben.

 

 

Jugend, Sport und Kultur

 

Glücklicher weise verfügt unsere Stadt über eine ausgezeichnete Bäder- und Sportanlagenstruktur. Der Unterhalt dieser Einrichtungen wird auch in Zukunft nur mit dem ehrenamtlichen Engagement unserer Sportvereine und ihrer Mitglieder möglich sein. Das Ehrenamt bildet das Rückrat unserer Sport- und Kulturlandschaft und verdient jegliche Förderung und Unterstützung.

 

Unsere örtlichen Vereine tragen einen Großteil der Jugendarbeit, die es weiter zu unterstützen gilt. Das bisherige städtische Angebot der Jugendbetreuung sollte weiter ausgebaut werden.

 

Das reichhaltige kulturelle Angebot, insbesondere durch den Gebrüder-Busch-Kreis sollte auch zukünftig erhalten und gefördert werden.




Das "Kommunalpolitisches Wahlprogramm 2014-2020" der CDU für den Kreis Siegen-Wittgenstein können Sie als PDF Datei downloaden.

->
Kommunalpolitisches Wahlprogramm 2014-2020







Newsticker


Links