Sehr geehrter Herr Bürgermeister Kaioglidis,
künstliche Intelligenz kann Verwaltungsabläufe beschleunigen und Beschäftigte von Routinetätigkeiten entlasten. Aktuelle Untersuchungen zeigen bereits erhebliche Potenziale: In einer adesso-Studie unter Verantwortlichen aus dem öffentlichen Sektor berichten 55 Prozent der Befragten von Zeitersparnissen von drei bis fünf Stunden pro Woche durch generative KI.
Im „Agentic AI Hub“ des Bundes wurden zudem in 20 Pilotprojekten in 19 Kommunen konkrete KI-Anwendungen erprobt. Bei einzelnen Verwaltungsprozessen konnten dabei erhebliche Arbeits- und Zeitersparnisse erzielt werden.
Angesichts des Fachkräftemangels und der bekannt angespannten Haushaltslage der Stadt Hilchenbach bittet die CDU-Fraktion die Verwaltung um Beantwortung der folgenden Fragen.
1. Welche KI-Anwendungen werden in der Verwaltung bereits eingesetzt, erprobt oder geplant?
2. In welchen Bereichen sieht die Verwaltung die größten Potenziale für Zeit- und Effizienzgewinne?
3. Wie sollen diese Produktivitätsgewinne künftig gemessen und bei der Personalbedarfsplanung berücksichtigt werden?
4. Soll bei frei werdenden Stellen künftig geprüft werden, ob Digitalisierung, Prozessoptimierung und KI eine Nachbesetzung im bisherigen Umfang weiterhin erforderlich machen?
5. Welche finanziellen Auswirkungen erwartet die Verwaltung durch den verstärkten KI-Einsatz – sowohl auf der Kosten- als auch auf der Entlastungsseite?
Begründung:
KI kann dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit der Verwaltung trotz Fachkräftemangels zu sichern und vorhandene Personalressourcen effizienter einzusetzen. Gerade auch angesichts der prognostizierten Haushaltslage unserer Stadt sollten mögliche Produktivitätsgewinne daher auch bei künftigen Personal- und Stellenentscheidungen berücksichtigt werden.

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